
Schwester M. Kinga Balogh

„Ich hoffte, ja ich hoffte auf den Herrn.
Da neigte er sich mir zu.” (Ps 40,2)
Mit Schmerz, aber im Vertrauen auf Gottes Willen geben wir bekannt,
dass unser Erlöser unsere
Schwester M. Kinga, Izabella Balogh
am 24. Februar 2026 im Alter von 88 Jahren und im 58. Jahr ihrer Ordensgelübde
aus diesem irdischen Leben zu sich gerufen hat.
Unsere Mitschwester wurde am 8. Juli 1938 in Lövő
im Bezirk Sopron in einer gläubigen vierköpfigen Familie geboren.
Sie absolvierte die Grundschule in Lövő und setzte anschließend ihre Ausbildung
in Sopron fort, zunächst an der Fachschule für Geschäftsverwaltung
und anschließend an der Vorbereitungsschule für Zeichnen für die Hochschule.
Von 1959 bis 1964 studierte sie an der Hochschule für Angewandte Kunst
in Budapest, wo sie ihren Abschluss als „Dekorationsmalerin,
Restauratorin, Künstlerin” machte.
Am 4. April 1965 kam sie nach Rom, um ihr Studium fortzusetzen,
und trat dort 1966 in unsere Kongregation ein. Das erste Noviziatsjahr
absolvierte sie in Rom, das zweite Jahr verbrachte sie
im Provinzhaus unserer österreichischen Schwestern in Eisenstadt.
Ihre ersten Gelübde legte sie
am 8. Dezember 1968 in Eisenstadt ab,
ihre ewigen Gelübde am 8. Dezember 1973 in Linz.
Von 1969 bis 1983 arbeitete sie als Kunstlehrerin und Erzieherin
an einem ungarischen Gymnasium in Burg Kastl in Deutschland,
wo sie ungarische Schüler, Emigranten, unterrichtete.
Am 30. Juli 1983 kehrte sie nach Rom zurück, in das Pilgerhaus
Villa Mater Redemptoris,
wo sie bis zu ihrem Tod lebte und wirkte.
15 Jahre lang leitete sie die Schwesterngemeinschaft als Oberin
mit Feingefühl und Weisheit.
Schwester Kingas Leben war ein wahres Zeugnis ihrer Treue zu Gott
und ihres selbstlosen Dienstes. Wir alle erfreuten uns an ihrem liebenswerten Lächeln,
ihrer Güte, ihrer strahlenden Lebensfreude und ihren fröhlichen Geschichten.
Ihre sanfte, fromme Seele spiegelte sich in ihren Ikonen wider,
die sie im Gebet und mit ingenieurtechnischer Präzision schuf.
In der Hoffnung auf die Auferstehung werden ihre sterblichen Überreste später
in der Krypta der St.-Gellért-Kirche in Budapest (Kelenföld) beigesetzt.
Möge sie in Gottes Frieden ruhen!
Ihre Erinnerung wird für immer in unseren Herzen weiterleben!




